Infobaustein Klasse 2000

 

Suchtprävention und Gesundheitsförderung an Grundschulen

Kinder lernen Nein sagen

Partnerschaft zwischen Schule, Eltern und Gesundheitsförderern – Positive Einstellung

 

Klasse2000 ist eines der großen Lions-Programme zur Jugendförderung. Es beginnt in der 1. Klasse und begleitet die Kinder durch ihre Grundschulzeit. Idee und Kon­zept wur­den 1990/91 auf Initiative des Lions-Mitgliedes Dr. Pal L. Bölcskei aus Nürnberg in Zu­sammenarbeit mit einem Expertengremium aus Pädagogik, Medi­zin, Psychologie, Ernäh­rung und Sport entwickelt. Die Lions Clubs haben das Programm in die Schulen getragen und finanziert. Inzwischen findet es Eingang in die Lehrpläne.

Kinder sollen frühzeitig eine positiven Einstellung zur Gesundheit finden und nicht den Verlockungen von Suchtmitteln erliegen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Selbst­wertge­fühl, Selbstbewusstsein und soziale Kompetenz der Kinder gestärkt. In Verfüh­rungssituationen sollen sie „Nein sa­gen“ können. In bis zu zehn Unterrichtseinheiten werden die Kinder von ihren Lehrern sowie von speziell ausgebildeten Klasse2000‑ Gesundheitsförderern betreut. Das sind in der Regel Mitarbeiter des Ge­sundheitsamtes, praktizierende Ärzte oder selbständige Gesundheitspäd­agogen.

Das Programm setzt auf die Partnerschaft zwischen Schule, Gesundheitsförderern und Eltern. Die Eltern werden u. a. durch Informationsabende, Elternbriefe und die Projekt­zeitung „Klartext" eingebunden. Die Grundschule bietet neben der Familie die besten Voraussetzungen für die Suchtvorbeugung. Bei Kindern und Jugendlichen, die noch nie mit Suchtmittel in Berührung gekommen sind, haben sich vorbeugende Maßnahmen als wesentlich wirkungsvoller erwiesen als bei denen, die bereits zu den Probierern oder re­gelmäßigen Konsumenten zählen. Und in der Grundschule können alle Kinder einer Al­tersgruppe erreicht werden.

AIs Anschlussprogramm an Klasse2000 fördert Lions sein Programm „Lions‑Quest -Er­wachsen werden“, das sich vor allem mit den Problemen von Jugendlichen in der Puber­tät beschäftigt.